ABAP CDS

Webinar – ABAP® CDS

Vielen Dank für Ihre Teilnahme an unserem Webinar!

Vielen Dank an alle Teilnehmer unseres Webinars zum Thema ABAP CDS. Ohne ABAP CDS geht in Zukunft in der ABAP Entwicklung nichts mehr. Dass diese aber gar nicht so kompliziert sind, haben wir in diesem Webinar gezeigt.

Unterlagen/Links zum Webinar „ABAP® CDS“

Twitteraccounts

Unser nächstes Webinar

Das Thema und der Termin stehen noch nicht fest werden wir aber Zeitnah bekannt geben. Unser Fokus liegt nun ganz auf die ABAPConf 2022 die am 7. Dezember über die Bühne gehen wird.

https://www.abapconf.org

Wer nochmals die vielen Vorträge vom letzten Jahr sehen will, findet die Aufzeichnungen ebenfalls auf der ABAPConf Homepage.

Rückblick 2019: Webinare, CodeRetreats und CodeJams

Wir waren 2019 wieder ziemlich aktiv. Wir haben mehrere Webinare gehalten, eine ABAP CodeRetreat gehalten und 2 SAP CodeJams mitorganisiert. Nachfolgend ein kurzer Überblick.

 

Cadaxo ABAP Webinare

Auch 2019 haben wir unsere gewohnten ABAP Webinare gehalten. Wie immer mit kleineren technischen Problemen aber das macht die Sache ja erst spannend.

Begonnen haben wir im Jänner mit den wichtigsten Releaseinformationen zu ABAP 7.51. Im März ging es dann mit dem sehr umfangreiche Thema Modern ABAP weiter und mit den Entwurfsmuster folgte dann im Mai ein eher trockenes Thema. Nach der Sommerpause folgte nach 2016 erneut ein Webinar zum Thema ADT.

Hier nochmals die Links zu allen Unterlagen, Videos, …

Selbstverständlich machen wir auch 2020 weiter. Erstes Thema: AMDP am 31. Jänner.

 

ABAP CodeRetreat 26. Oktober

Trotz des Umstandes, dass in Österreich am 26. Oktober der Staatsfeiertag stattfindet, fanden sich 15 interessierte Entwickler an diesem Samstag in Wien zusammen um gemeinsam mehr über ABAP, über moderne ABAP Entwicklung zu erlernen. Gemeinsam mit der SCC EDV-Beratung AG haben wir die Veranstaltung organisiert.

Als Retreat bezeichnet man eine spirituelle Ruhepause bzw. Rückzug von der gewohnten Umgebung. Und genau darum geht es bei einer ABAP CodeRetreat: Herauszukommen aus unserer ABAP Komfortzone.

Eine ABAP CodeRetreat kann jeder ausrichten. Alles was man dazu wissen muss, findet man unter https://wiki.scn.sap.com/wiki/display/events/ABAP+CodeRetreat

SAP CodeJams 24. Juni und 23. November

Dieses Jahr haben wir 2 SAP CodeJams organisiert. Am 24. Juni fand eine CodeJam zum Thema „Custom Code Migration to S/4 HANA“ statt. Ingo Bräuninger hat uns wie gewohnt mit hohem Expertenwissen viel Engagement beeindruckt. Es war erneut eine gemeinsame Veranstaltung mit der SCC.

Eine für uns ungewohnte CodeJam fand am 23. November statt. Ein Tag komplett ohne ABAP bzw. SAP Gui. An dem Tag stand das SAP Cloud Programming Model (CAP) am Programm. Mit Marius Obert hat uns SAP einen ausgewiesenen Experten zu dem Thema nach Wien geschickt. Dies war eine Co-Produktion von SCC, Ecosio und Cadaxo.

 

Cadaxo SQL Cockpit 3.3 – Releaseinfos

In der Cadaxo SQL Cockpits Version 3.3 haben wir neben kleinern Korrekturen und Anpassungen auch einiges an Kundenwünschen eingebaut.

Typisierte Symbole und Multi Value Symbole

Ein Symbol kann ab jetzt nicht nur einen einzeln Wert enthalten!

Multivalue-Symbole speichern mehrere Werten von gleichen Type, die in der WHERE Klausel – derzeit- nur hinter IN vorkommen dürfen.

Beispiel der Verwendung:

Der Cockpit SELECT

wird als folgender openSQL SELECT ausgeführt:

Konvertierungsexits für Symbolwerte

Für einwertige Symbole kann jetzt ein Datenelement definiert werden. Wenn möglich, wird der eingegebene Wert mittels Konvertierungsexit in den internen Wert geändert. Dies ist für vollständige Literale und Werte möglich.

Die 3 Partner-Symbole haben über das Datenelement BU_PARTNER (bzw. dessen Domäne BU_PARTNER) eine Länge von 10 Zeichen und die Konvertierungsroutine ALPHA zugewiesen. Bevor der SELECT ausgeführt wird, werden die Symbolwerte entsprechend angepasst:

  • ‚112‘ => ‚0000000112‘
  • 113 => 0000000113
  • 1234567890123 => 1234567890

Filtern nach Benutzern in der Rollenpfelge

Die Benutzer in der Cockpit Rollen Pflege (Admin-Funktion) können jetzt über die Benutzer-ID und den Benutzernamen gefiltert werden:

Filtern nach Benutzer

Filter aufrufen

Suche nach ID

Filtern nach Benutzer-ID

Gefilterte Liste und Zurücksetzten des Filters

Gefilterte Liste und zurücksetzten des Filters

Cockpit-Rollen für Referenzuser

Auch Referenzbenutzer können jetzt Cockpit-Rollen zugewiesen werden. Die Rollen sind auch für alle Benutzer gültig, die auf dem Referenzbenutzer basieren.

Benutzer mit Referenzbenutzer

Listvergleich

Eine Checkbox in der Legende des Tabellenvergleichs gibt Aufschluss darüber, ob es sich um eine gespeicherte List handelt.

Mapping im Tabellenvergleich

Mapping im Tabellenvergleich

Saved List Kennzeichnung im Vergleich

Saved List Kennzeichnung im Vergleich

Editorbereich teilen

Das SQL Cockpit wurde in diesem Release für eine API vorbereitet, um Daten (SQL SELECTS, Listen, Symbolwerte,…) aus verschiedenen Quellen in das Cockpit schicken zu können.

Vorerst wird darauf aber nur innerhalb des Cockpits zugegriffen: „Editor teilen“ und „Meine Queue“: 

Mit Hilfe des ersten Buttons kann der User seinen derzeitigen Inhalt des SQL Bereich mit einem anderen User teilen: Ich möchte über einen SELECT mit einem Kollegen diskutieren oder Feedback dazu einholen.

SELECT (Editorbereich) teilen

SELECT (Editorbereich) teilen

Der zweite Button zeigt den „Posteingang“ des des Benutzers an.

Posteingang des Benutzers

Per Doppelklick wird der geschickte Inhalt in den Editorbereich übernommen.

Wird eine Eintrag nicht mehr benötigt, kann er gelöscht werden.

Premium Version – PDF Attachments Erweiterung

Ab jetzt kann ein Administrator eine maximale Größe von PDF-Dokument SQL Cockpit – Admin Bereich festlegen. Wird diese Größe überschritten, wird das PDF Dokument auf mehrere aufgeteilt und als separate Mail verschickt.

Der Änderunglog kann jetzt auch als Attachment an das Solution Manager Ticket gehängt werden. Entweder als Textdokument oder als PDF-Dokumente mit der entsprechenden Maximalgröße.

Premium Edition - Admin Bereich

Premium Edition – Admin Bereich

Zwei verschiedene Formulare stehen ab jetzt zur Verfügung:

  • /CADAXO/SQLC_UPDATE_LOG_FORM – Bisheriges Formular
  • /CADAXO/SQLC_UPDATE_LOG_SMALL – Neues, speicheroptimiertes Formular

Webinar – ABAP® CDS Views

Vielen Dank für Ihre Teilnahme an unserem Webinar!

Unterlagen/Links zum Webinar „ABAP CDS Views“

Umfrageergebnisse:

Welches Webinar sollen wir im September wiederholen?

Da als einziger Vorschlag ebenfalls BOPF gewählt wurde, steht das Ergebnis wohl fest.

Wir werden das berücksichtigen, behalten uns aber vor, doch die Würfel zu befragen 😉

Nützliche Links

 

Interessante Blogs

Domi Bigl – ABAP CDS Views – 6 Schritte zum Verständnis – die Beispiele der LiveDemos im Webinar

Johann Fößleitner – ABAP CDS Access Control mit DCL

Jerry Wang – My CDS view self study tutorial

SDN Sammlung – CDS – Core Data Services

Horst Keller – CDS – One Concept, Two Flavors

Horst Keller – ABAP News for Release 7.50 – ABAP CDS Access Control

Horst Keller – ABAP News for Release 7.50 – Environment Information in ABAP CDS

Horst Keller – ABAP News for Release 7.50 – Annotations in ABAP CDS

Horst Keller – From Open SQL Joins to CDS Associations

Bilder

Es war noch nicht allzu heiß und der Ton ging noch 😉

 

Unsere nächsten Webinare

  • Freitag 29.09.2017 10:00 Uhr – voraussichtlich BOPF – Anmeldung
  • Freitag 24.11.2017 10:00 Uhr – SAP NetWeaver Gateway – Anmeldung

ABAP® CDS Views – 6 Schritte zum Verständnis

Einführung

Core Data Service Views – CDS Views – sind die neue Form der DDIC (SE11)-Datenbankview – aber absolut nicht vergleichbar!

CDS Views werden mit der Data Definition Language – DDL – in den Abap Development Tools definiert und können mit der Data Control Language – DCL – um Berechtigungen bzw. Zugriffsbeschränkungen erweitert werden.

Sie sind eine Möglichkeit des Code Push-Down im ABAP und zentraler Bestandteil des S/4 HANA ABAP-Programmiermodels (mehr Details gibt’s in den Folien zum Webinar).

Die hier gezeigten Beispiele wurden in unserem Webinar ABAP CDS Views verwendet und basieren auf Geschäftspartner-Beziehungen. Als System diente SAP NETWEAVER 750 SP1, bei niedrigeren Releases (ab 740 SP5/SP8) stehen manche Funktionen noch nicht zu Verfügung!

Die verwendeten Tabellen sind:

  • BUT000 GP: Allgemeine Daten I
  • BUT050 GP-Beziehungen/GP-Rollenfindungen: Allgemeine Daten
  • TBZ9A GP-Beziehungstypen: Texte
  • BUT100 GP: Rollen

Und hier noch die Datenbasis aus der Geschäftspartnerpflege:

 Schritt 1 – Ein erster CDS View mit JOIN

Definition eines CDS Views mittels DDL

Wir haben hier einem LEFT OUTER JOIN der BUT050 mit TBZ9A (Alias cattx) und den Viewfeldern Partner1, Partner1, Date_to, Reltyp, Date_from aus der Tabelle BUT050 und Spras, Bez50 und Bez50_2 aus der Tabelle TBZ9A. Als Ergebnis erhalten wir alle Beziehungen aus der BUT050 und den entsprechenden Texten zum Beziehungstyp aus der TBZ9A.

Das ist jetzt noch nicht wirklich aufregend und, abgesehen vom Syntax, auch nicht neu. Das schafft man auch mittels SE11-Datenbankview.

Wir wollen dieses einfache Beispiel aber nutzen, um die verschiedenen Bereiche, Befehle und Tools genauer zu beschreiben.

DDL Bereiche

Objekte und Namen

CDS Entity Name (Datenquellenobjekt ): Die CDS Entity wird als Datenquelle z.B. im ABAP Open SQL Statement verwendet.
CDS Datenbank View (generierter SE11 Datenbankview): Für jede Entity wird ein SE11 Datenbankview mit entsprechendem Namen generiert.
CDS Viewname (Sourcecode): Name des DDL Sourcecode Objekt.

Generierter DDL View in der SE11:

Generierter SE11 DDL View

Annotiations

Annotations bieten die Möglichkeit Eigenschaften, Einstellungen und Metadaten für einem CDS View zu definieren. Diese Werte werden z.B. von der ABAP Runtime oder diversen Frameworks (u.a. Gateway/OData Service, BOPF,…) ausgelesen und steuern deren Verhalten bzw. die Ausgabe.

Annotations gelten entweder für den gesamten View – View Annotations:

Oder für einzelne Elemente/Felder – Element Annotations:

Natürlich gibt’s auch Code Completion:

Annotations zu CDS Entitäten bzw. deren Feldern können mit der API Klasse CL_DD_DDL_ANNOTATION_SERVICE ausgelesen werden. Es wird auch die Möglichkeit kundeneigener Annotations geben (derzeit noch nicht offiziell unterstützt).

Weitere Details gibt’s hier:

https://help.sap.com/doc/abapdocu_751_index_htm/7.51/en-US/index.htm?file=abencds_f1_view_entity_annotations.htm

https://help.sap.com/doc/abapdocu_751_index_htm/7.51/en-US/index.htm?file=abencds_f1_element_annotation.htm

https://help.sap.com/doc/abapdocu_751_index_htm/7.51/en-US/index.htm?file=abencds_f1_parameter_annotations.htm

SELECT Liste

Die Select Liste (Datenbankfelder, Literale, Parameter, Funktionen, Systemfelder,…) kann entweder VOR oder NACH den Datenquelle angegeben werden:

Datenquellen

Als Datenquellen können Datenbanktabellen, SE11-Datenbankviews und andere CDS Entitäten angegeben werden. Für ON-Bedingungen von Joins gelten ähnliche Regeln, wie im Open SQL. Vor allem ist auch hier noch kein CAST möglich.

Details findet man hier: https://help.sap.com/doc/abapdocu_751_index_htm/7.51/en-US/index.htm?file=abencds_f1_joined_data_source.htm

Datenvorschau

Die Ergebnisse eines CDS Views kann in den ADT über die Data Preview angezeigt werden. Der Aufruf erfolgt über das Kontextmenü im DDL Code oder im Project Explorer oder direkt mittels F8:

Die Ausgabe der Data Preview:

Über Add filter kann, ähnlich der SE16, auf einzelne Feldwerte eingeschränkt werden:

In der SQL Console kann der abgesetzte SQL SELECT Befehl angezeigt und angepasst werden:

Cadaxo SQL Cockpit

Um den ABAP Open SQL Aufruf bzw. Syntax zu zeigen, wird das Cadaxo SQL Cockpit verwendet. Die angeführten SELECT Statement können genauso in ABAP Coding verwendet werden. Einzig der Befehl

muss an den entsprechenden Stellen eingefügt werden.

Cadaxo SQL Cockpit

Das entspricht dem ABAP Befehl:

http://www.cadaxo.com/produkte/cadaxo-sql-cockpit/

Schritt 2 – Eingebaute Funktionen

Die CDS Views biete eine ganze Fülle von eingebauten Funktionen, mit denen z.B. mathematische Funktionen und Stringopperationen ausgeführt, Währungs- und Mengeneinheiten umgerechnet, Zeit- und Datumsangaben geprüft oder Datumsintervalle berechnet werden können.

Eine vollständige Liste gibt’s hier: https://help.sap.com/doc/abapdocu_751_index_htm/7.51/en-US/index.htm?file=abencds_f1_builtin_functions.htm

Hier wird die eingebaute Funktion DATS_DAYS_BETWEEN verwendet, um die Gültigkeit jeder Beziehung in Tagen zu berechen, und als Viewfeld Period bereitzustellen:

Im Ergebnis sehen wir die unterschiedlich langen Gültigkeitsbereiche in der Spalte PERIOD.

Schritt 3 – Views mit Parametern

Für CDS Views können Parameter definiert werden, die beim SELECT übergeben bzw. befüllt werden müssen:

Der SELECT wurde um zwei JOINs auf die BUT000 erweitert, um Details zu den Partner zu ermitteln. Durch die beiden CASE Anweisungen werden auch Name_last bzw Name_org1 aus dem entsprechenden BUT000-Eintrag geliefert (natürlich sollte hier das Feld BUT000-TYPE zur Fallunterscheidung verwendet werden, zur Demonstration der Funktionalität reicht uns aber die Prüfung <> “).

Der interessante Teil ist aber die Definition des Parameters p_langu mit dem Datentype abap.lang (entspricht dem ABAP Dictionary Type LANG). Der Parameterwert wird in der ON-Bedingung des JOINs verwendnet, um die Einträge auf die gewünschte Sprache einzuschränken. Er kann aber genauso in die WHERE-Bedingung  geschrieben werden. Die beiden Schreibweisen $parameters.p_langu und :p_langu sind gleichwertig und austauschbar.

Beim Aufruf der Data Preview erscheint jetzt zuerst ein Popup für die Parametereingabe:

Die Ergebniszeilen werden entsprechend eingeschränkt und auch die CASE Anweisung arbeitet richtig:

Der Open SQL Aufruf erfolgt ähnliche einem Methodenaufruf:

Als Typen können DDIC-Datenelemente oder vordefinierte Datentypen verwendet werden: https://help.sap.com/doc/abapdocu_751_index_htm/7.51/en-US/index.htm?file=abencds_typing.htm

Die  Code Completion unterstützt auch hier:

Über spezielle Parameter Annotations, die Environment Annotationen, können Systemfelder (z.B. SY-UNAME) als Defaultwerte für Parameter definiert werden. Wird der SELECT im ABAP ausgeführt, kann der Parameter weggelassen werden und wird auf den aktuellen Systemwert gesetzt:

Derzeit ist das für diese SY-Felder möglich:

sy-mandt#CLIENT
sy-datum#SYSTEM_DATE
sy-uzeit#SYSTEM_TIME
sy-langu#SYSTEM_LANGUAGE
sy-uname#USER

Das ist zwar nett, kann aber auch über eine Where-Bedingung erreicht werden. Wirklich lustig werden Parameter aber, wenn man mit ihnen Logik in die CDS Views bring:

Wir legen einen weiteren Parameter p_name_first an und verwenden ihn in einer CASE Anweisung. Wird der Parameter mit dem Wert ‚F‘ übergeben, soll für Personen der Vorname (name_first) geliefert werden. Bei jedem anderen Wert kommt wie bisher der Nachname (name_last):

Die Ergebnislisten der beiden Select enthalten die erwarteten Namen:

Schritt 4 – Associations

Associations sind am einfachsten als „JOINs On Demand“ zu beschreiben. Durch Associations können Abhängigkeiten zwischen CDS View Entitäten (also Datenbanktabellen) abgebildet und damit komplexe Datenmodelle definiert werden. Datenbankseitig entsprechen sie JOINs. Die JOIN Bedingung wird aber nur ausgeführt, wenn wirklich Daten über die Associations gelesen werden müssen, also ein Feld aus der Association in der Select-Liste oder Where-Klausel verwendet wird.

Zunächst modellieren wir unsere JOINs als Associations und definieren die entsprechende Kardinalität. In unserem Fall [1..1] für die Partner Beziehung und [0..*] für die Text Beziehung. Die Kardinalität dient derzeit noch hauptsächlich rein zur Abbildung des Datenmodells und wird durch die Syntaxprüfung nur teilweise berücksichtigt. Eine Ausnahme ist die Verwendung in der WHERE-Klausel, wo als Kardinalität nur [0..1] oder [1..1] erlaubt ist.

Wir verwenden hier einige Felder aus der Association _cattx mit einem FILTER auf das Feld Spras. Damit werden nur Einträge geliefert, die auch dem Filter entsprechen („Where-Klausel“). Die Texte zum Beziehungstyp werden einerseits zu übergebenen Sprache im Parameter p_langu gelesen, aber zusätzlich auch für Deutsch. Wir sehen hier auch eine Warnung bezüglich der Kardinalität ([0..*] für TBZ9A), können den View aber trotzdem ausführen:

Auch im ABAP:

Interessanterweise erhalten wir aber mehr Zeilen als über die JOIN-Verknüpfung in Schritt 3!?!

Das liegt daran, dass Associations standardmäßig als LEFT OUTER JOIN gebildet werden. Das kann aber übersteuert werden:

Über die Angabe inner in den Filterwerten, mit dem Zusatz where, wird nun ein INNER JOIN generiert. Die ebenfalls neue Anweisung 1: setzt die Kardinalität für diese Verwendung auf [0..1]. Die Warnung wird nicht mehr angezeigt:

Das Ergebnis ist wieder gleich der JOIN Variante:

Associations veröffentlichen – Pfadzugriffe

Wer sich bisher gewundert hat, warum in der SELECT-Liste der Viewdefintion die beiden Associations _partner1 und _partner2 (Alisasnamen für Associations sollten mit ‚_‘ beginnen) angegeben sind, in der Ergebnisliste aber nicht wirklich aufscheinen: Damit wird Association nur veröffentlicht. Sie kann also „von außen“ durch einen Aufrufer verwendet werden. Der Zugriff auf Associations mittels Open SQL erfolgt über Pfade:

Hier wird über die Entität Zwb_But050_Txt_Asso_E selektiert, es werden aber nur Felder der Association _partner2 abgerufen, also Felder aus der Datenbanktabelle BUT000. Im SQL Trace (Transaktion ST05) ist der abgesetzte SELECT Befehl ersichtlich:

Es wird also zur Laufzeit ein JOIN mit der ON-Bedingung der Association gebildet.

Natürlich kann man auch nur einzelne Felder über Pfadausdrücke ansprechen:

Oder in der Where-Klausel verwenden:

Der Zugriff auf nicht veröffentlichte Associationen von außen ist nicht möglich:

Compare Filter

Wir haben bisher immer die View-Annotation

verwendet, diese aber noch nicht erklärt. Um zu verstehen, was diese macht, müssen wir uns den generierten, technischen SQL Befehl anschauen. Das ist über das Kontextmenü möglich:

Wir erkennen, dass für die Association _cattx (technischer Alias A0) nur eine JOIN Verknüpfung angelegt wird.

Setzen wir den Annotationwert auf false und betrachten den technischen SQL Befehl erneut:

Jetzt wird für jedes Association-Feld eine JOIN-Bedingung definiert!

Kardinalitätsfehler in der Where-Klausel

Für das Beispiel wurde auch die Assiocation _cattx nach außen veröffentlicht.

Schritt 5 – Viewerweiterungen

SAP bietet auch die Möglichkeit CDS Views modifikationsfrei zu erweitern. Dazu kann über einen Extend View eine Entität um zusätzliche Assiciations und Felder erweitert werden:

Die Entität Zwb_But050_Txt_Asso_E liefert jetzt auch das Feld Relnr der Tabelle BUT050 und es gibt die Association _roles:

Die Data Preview bietet auch die Möglichkeit auf Assiocaitions zuzugreifen:

Daten der hinzugefügten Association _roles für eine Ergebniszeile der Entität.

Und auch im ABAP:

Schritt 6 – einfach ausprobieren

 CDS Views erscheinen auf den ersten Blick vielleicht etwas fremd und komplex. Aber jeder ABAP Entwickler, der bereits über ein SELECT * FROM table hinausgekommen ist und etwas Erfahrung mit ADT hat, findet sich sehr schnell zurecht! Einfach mal ein paar Beispiele ausprobieren und die Templates zum Anlegen verwendet – dann wird man die CDS Views kennen und lieben lernen! Zumindest wars bei mir so 😉

Und spätestens mit S/4 HANA kommen wir an CDS Views nicht mehr vorbei…

ABAP® CDS Access Control mit DCL

Appendix

Mit dem Cadaxo SQL Coskpit ist es möglich die DDL Source auch im SAP GUI anzuzeigen, ohne Eclipse starten zu müssen:

ADT Templates

In den ADT können neue DDL Sourcen angelegt werden und es stehen einige Templates bereit:

<Screens skipped…>

Cadaxo SQL Cockpit 3.2 – Releaseinfos

Für die Version 3.2 unseres SQL Cockpits haben wir neben einigen kleineren Verbesserungen und Korrekturen ein paar sehr interessante Features eingebaut bzw. erweitert.

Vergleichen von Ergebnislisten

Der Vergleich von Ergebnislisten wurde komplett runderneuert. Nun können beliebige Ergebnislisten miteinander verglichen werden. Über eine komfortable Mappingoberfläche können die zu vergleichenden Felder verlinkt werden. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich dabei um neu erstellte Ergebnislisten oder um gespeicherte Listen handelt.

SQL Cockpit 3.2 - Comparing Result Lists

Tipp: Gespeicherte Listen können exportiert bzw. importiert werden. Dadurch ist ein systemübergreifender Ergebnislistenvergleich möglich!

Open SQL Features 7.50

SAP hat mit 7.40 SP5 / SP8 bzw. 7.50 umfangreiche Erweiterungen für den ABAP Open SQL Syntax aufgenommen. Das Cadaxo SQL Cockpit 3.2 unterstützt alle diese neuen SQL Features.

Nachfolgend eine Aufstellung der wichtigsten ABAP Open SQL Features:

  • Open SQL Expressions
  • Open SQL Functions
  • Host Expressions
  • Unions
  • Zugriff auf CDS Views
  • Pfadausdrücke für Assoziationen von CDS-Views
  • CDS-Views mit Eingabeparametern

Integration ADT

Über die Usersettings kann sich nun jeder Anwender einstellen, ob die Vorwärtsnavigation bei einem Doppelklick auf eine Tabelle wie bisher innerhalb des SAP Gui oder ob die Anzeige mit den ADT (ABAP Developer Tools = Eclipse!) erfolgen soll.

Beispielsweise können CDS Views nur mit den ABAP Developer Tools gepflegt werden. Innerhalb von SAP Gui ist lediglich eine Anzeige möglich.

Elementinfo für CDS Views

Die Anzeige der CDS Views wurde in die Elementinfo aufgenommen. Die Element Info sorgt für eine bessere Usability im SQL Cockpit. Notwendige Informationen zu einer DB-Tabelle werden einfach angezeigt, wenn man einen Moment mit dem Mauszeiger über einen Tabellen- oder CDS-View-Namen fährt.