Wie eine Smartwatch mein Leben verändert hat

Pebble TimeIch war schon länger auf der Suche nach einem smarten Begleiter für mein Handgelenk. Aber bisher hat mir keines dieser Dinger so recht zugesagt. Die wenigen, die mir auch optisch halbwegs gefallen haben, sind aus verschiedenen Gründen ausgeschieden:

  • Zu kurze Akkulaufzeit
  • Ungenügender Wasserschutz
  • Zu hoher Preis
  • Nicht kompatibel mit Android Phones

Dann hat aber Pebble die Pebble Time via Kickstarter angekündigt. Ich hätte diese Smartwatch nicht besser für mich designen können. Das Aussehen, die Leistung, die Funktionen – alles ist so ziemlich genau so, wie ich es designen würde. Wer braucht schon ein WLAN in der Uhr oder eine SIM Karte. – Ich jedenfalls nicht. Ich will ein Ding welches mir mein Leben erleichtert und nicht verkompliziert.

Der Bestellprozess bei Kickstarter war eigentlich recht einfach, auch wenn meine Kreditkartenfirma vorsorglich meine Karte gesperrt hat. Ihnen sei das Unternehmen „Kickstarter“ dubios vorgekommen.

Was bringt mir die Pebble?

Welch Überraschung: Die primäre Aufgabe liegt schlichtweg darin, mir die aktuelle Uhrzeit anzuzeigen. In einem von mir ausgewählten Watchface.

Das nächste entscheidende Feature einer Smartwatch liegt für mich darin, mich über verschiedenste Ereignisse – die ich selber steuern kann – am Laufenden zu halten:

  • Eingehende MailsPebble Time
  • Eingehende/Versäumte Anrufe
  • Anstehende Termine
  • Etc.

Auch das gehört natürlich zu den Kern-Funktionen einer Pebbel Time und wurde von Pebble ideal umgesetzt. Pebble ist sogar noch einen Schritt weiter gegangen und hat die Timeline eingeführt. In der Timeline findet man vergangene oder zukünftige Ereignisse chronologisch gereiht.

Dann wären da noch die Apps die mir mein Leben erleichtern. Beispielsweise im Sport, beim Radfahren oder Laufen. – Das Handy ist in der Tasche, die Pebble zeigt mir die wichtigsten Informationen von Runtastic oder Strawa an.

Das Killerargument hat aber nichts mit Features und Funktionen zu tun. Der Akku hält tatsächlich die angekündigten 7 Tage. Und das bei permanenten Farbdisplay. Da kann keine derzeit am Markt befindliche Uhr mithalten.

Aussehen

Normalerweise stelle ich immer den Zweck und die Funktion über das Design. Aber die anderen Smartwatches waren ganz einfach hässlich. Ich bin ein Kind der 80er, bin mit Commodore, Zurück in die Zukunft und VHS Rekordern aufgewachsen. Und diese Uhr erinnert mich einfach an diese sehr coole Zeit.
Ich programmiere wieder C!

Ein nicht unwesentlicher Entscheidungsgrund für die Pebble war die Tatsache, dass man relativ einfach eigene Watchfaces oder Watchapps entwickeln kann. Am Anfang war es etwas holprig, aber nach und nach bin ich wieder in die Entwicklung mit C reingekommen.

Und jetzt, nach 3 Monaten Pebble

Abgesehen von ein paar Kratzern bin ich nach wie vor begeistert von der Uhr. Früher hab ich keine Uhren getragen, jetzt bin ich wieder auf den Geschmack gekommen. Bevor ich in der Früh meine Wohnung verlasse, schnalle ich mir die Pebble um. Tag für Tag.

Über Johann Fößleitner

Der SAP Virus hat mich vor über 25 Jahren erfasst. Mein erster Arbeitgeber fragte mich damals, ob mir die Begriffe SAP oder ABAP was sagen. "Nein, nie davon gehört", war meine Antwort. Er meint: "Passt, Sie sind eingestellt". Seit damals verbringe ich einen Großteil meiner Zeit in der SE80 bzw. in den ABAP Development Tools. Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn mir SAP schon bekannt gewesen wäre? Keine Ahnung, aber sicher nicht so spannend!

  • Posted by Johann Fößleitner
  • On Oktober 14, 2015
Tags: Pebble Time

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