Wer im SAP-Umfeld entwickelt, weiß: Formulare sind oft ein Klotz am Bein. Man verbringt Stunden mit Adobe Forms oder ABAP-Coding, nur um ein Logo zu verschieben oder eine Tabelle anzupassen. Ich habe mir angeschaut, wie man das Ganze entkoppeln kann, damit wir als Entwickler nicht mehr für jede Kleinigkeit im Layout zuständig sind. In meiner vierteiligen Serie gehe ich den Prozess einmal komplett durch.
1. Das Design dorthin schieben, wo es hingehört
Im ersten Video fange ich mit dem Grundsätzlichen an: Warum wir Layouts nicht mehr im SAP-Backend bauen sollten. Ich nutze Word als Editor. Das klingt im ersten Moment vielleicht ungewohnt, aber es löst das Problem, dass man für jedes Padding und jede Schriftart ein technisches Ticket braucht. Ich zeige, wie man eine Vorlage so aufbereitet, dass sie als Basis für den dynamischen Output dient.
2. Die Brücke zu den SAP-Daten schlagen
Im zweiten Teil geht es an die Technik. Ein schönes Layout bringt nichts ohne die passenden Daten. Ich zeige euch, wie ich die Verbindung zum SAP-System herstelle, ohne mich im Coding zu verheddern. Es geht darum, Tabellen und Felder so anzubinden, dass sie sauber in das Dokument fließen. Der Fokus liegt hier darauf, wie man die Datenquelle definiert, damit das System am Ende genau weiß, welcher Wert in welcher Zelle landen muss.
3. Bedingungen und Logik ohne ABAP-Refactoring
Der dritte Teil ist für mich der wichtigste: Wie gehen wir mit Sonderlocken um? Normalerweise müsste man für jede „Wenn-Dann“-Regel das Druckprogramm anpassen. Ich zeige stattdessen, wie man diese Logik direkt in der Vorlage steuert. Wenn zum Beispiel ein bestimmter Textblock nur bei einer Auslandsrechnung erscheinen soll, bauen wir das direkt im Dokument ein. Das hält das Backend sauber und wir müssen nicht wegen jeder kleinen Business-Regel das Coding anfassen.
4. Struktur reinbringen mit Textbausteinen
Zum Abschluss schaue ich mir an, wie man das Ganze wartbar hält. Wenn man 50 verschiedene Formulare hat, will man den Footer oder die rechtlichen Hinweise nicht 50-mal ändern. Ich zeige, wie ich mit verschiedenen Datenquellen arbeite und Textbausteine modularisiere. So baut man sich ein System auf, bei dem man eine Änderung einmal zentral macht und sie überall übernommen wird – eigentlich genau so, wie wir es von gutem Code auch erwarten würden.
Warum ich das zeige?
Mein Ziel ist es, den Workflow so umzustellen, dass wir uns als Entwickler auf die Datenstruktur und die Architektur konzentrieren können, während der Fachbereich oder das Design-Team sich um die Optik kümmert. Es spart uns Zeit und schont die Nerven.